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Seit knapp einem Jahr ist das Kinderhörzentrum Schmitz in der Leher Heerstraße 23 eine Anlaufstelle für hörgeminderte Kinder und Jugendliche sowie für deren Familien. Darüber hinaus ist das Zentrum inzwischen Partner vieler Schulen und Kindergärten, es unterstützt sie mit Lernangeboten zum Thema Hören sowie zur Lärm-Prävention. Das Zentrum hat mehreren Grundschulklassen – darunter auch einer Klasse der Bürgermeister-Smidt-Schule an der Contrescarpe – jeweils eine sogenannte Lärmampel gespendet.

"Wie Verkehrsampeln schalten auch die Lärmampeln auf Grün, Gelb oder Rot", erläutert Hörakustikermeister und Pädakustiker Uli Schmitz vom Kinderhörzentrum. "Grün bedeutet, dass sich die Geräuschpegel im Raum in einem akzeptablen Rahmen bewegen. Erhöhen sich die Pegel jedoch, wechselt unsere Ampel auf Gelb. Und schaltet sie gar auf Rot, wissen die Kinder, nun sind wir eindeutig zu laut." Es gehe nicht darum, immer mucksmäuschenstill zu sein. "Aber die Kinder sollen lernen, ihr Umfeld auch mit den Ohren bewusst zu erleben und Verantwortung für die akustische Atmosphäre zu übernehmen." Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigt Birgit Heimburg, Lehrerin der Klasse 3d der Grundschule an der Paul-Singer-Straße in der Vahr. Wie mehrere andere Schulklassen hat ihre Klasse die Lärmampeln in den vergangenen Monaten getestet. "Das fanden die Kinder total interessant", sagt die Lehrerin. "Die Ampel hilft dabei zu reflektieren, wann es zu laut ist und wann nicht."

 

Ähnlich gute Erfahrungen machte Martina Horst, die Lehrerin der 1b der Schule an der Karl-Lerbs-Straße in der Neustadt. "Die Lärmampel hilft dabei, die Kinder zu sensibilisieren. Sie macht sichtbar, wenn Lärm entsteht, und motiviert die Kinder, unnötige Belastungen durch hohe Geräuschpegel gemeinsam zu vermeiden", meint Martina Horst. "Die Beschäftigung mit dem Thema Hören kann gar nicht früh genug beginnen", betont Uli Schmitz.

Die Angebote des Kinderhörzentrums für Schulen und Kitas seien prima, loben die Lehrerinnen Heimburg und Horst. "Die Pädakustikerin Tina Koinzer aus dem Kinderhörzentrum kam zu uns in die Klasse. Sie hat über ihre Arbeit berichtet und die Lärmampel vorgeführt. Das ist eine schöne Möglichkeit, die Kinder zur Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema Hören anzuregen", sagt Birgit Heimburg.

>> zum Artikel im Weser-Kurier

 

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